5 Erkenntnisse aus meinem ersten Trail Marathon

5 Erkenntnisse aus meinem ersten Trail Marathon

Im Januar habe ich mir drei Ziele für dieses Jahr notiert und auf einmal kam noch ein Gedankenblitz dazu: "Ich will meinen ersten Marathon laufen". Aufgrund von COVID und den ausbleibenden Events habe ich das Ziel zwischenzeitlich verworfen.

Doch dann kam Kapstadt und der "Zufall" wollte es anders. Ein guter Freund schreibt mir plötzlich: "Ich habe mich in Kapstadt für einen Trail Run angemeldet, kann aber nicht kommen. Willst du ihn für mich machen?" 

Wie so oft sage ich einfach zu ohne zu wissen was für ein Trail Run er meint. Es stellt sich heraus, dass es der erste Trail Run Marathon in Kapstadt überhaupt ist. 46 Kilometer, 2.600 Höhenmeter und nur 300 Läufer:innen. 

Doch wie so oft sind genau diese Challenges, die Erlebnisse, die man nie vergisst und die mir so viel Lehren für's Leben mitgeben. Wir spulen vorwärts: Ich habe am Ende mein Jahresziel erreicht und wische nach 7:16h Freudentränen aus meinem Gesicht. Ein unvergesslicher Tag, der mir eine ordentliche Ladung Endorphine beim Zieleinlauf und folgende fünf Erkenntnisse schenkte: 

#1 GET READY

Zwei Tage vor dem Lauf habe ich mir unzählige YouTube Videos von Trail Running Profis angeschaut, mit Locals und erfahrenen Läufer:innen gesporchen. Eine Frage war für mich entscheidend: "Welche häufigen Fehler kann ich vermeiden?" 

Mir war bewusst, dass ich einige Fehler machen werde. Dennoch möchte ich so viele unnötige Fehler wie möglich vermeiden. Zum Beispiel: Bei Anstiegen keine unnötige Energie durch Rennen vergeuden. Und es gibt keine Kompromisse beim Equipment.

Ich habe mir einen Tag vor dem Lauf das komplette Trail Run Equipment gekauft. Früher hätte ich versucht zu sparen. Heute achte ich auf gute Qualität und Langlebigkeit. 

Auf dem Tafelberg waren die Bedingungen extrem. Starker Wind, Regen, komplizierte Routen und herausfordernde Steigungen, sowie Abstiege. Ohne das richtige Equipment und eine gute Vorbereitung wäre ich verloren gewesen.

Und natürlich haben unsere SportHacks Sleeves geholfen ohne wirkliche Krämpfe ins Ziel zu kommen. 

#2 REMAIN READY

Die Belastung über 7h ist enorm. Mir wurde mehrfach empfohlen immer wieder Nahrung und Wasser in kleinen Mengen zu mir zu nehmen. Ich habe insgesamt ca. 3 Liter Wasser getrunken und etwa 1.000 Kalorien in Form von Gels und Riegeln zu mir genommen. Immer wieder in kleinen Portionen. Auch wenn ich mich nicht danach gefühlt habe. Langfristig denken und den Körper das geben was er braucht! 

Mein erfahrener Laufpartner Riad hat mich konstant daran erinnert: "Till don't forget to eat and drink. Just a little bit!" 

#3 STAY MENTALLY READY

Nach 22km und 1.750 Höhenmetern wurde eine innere Stimme immer lauter: "Warum machst du das? Ich kann nicht mehr!" Es gab viele Zeitpunkte an denen ein Teil von mir aufgeben wollte. 

In solchen Momenten greife ich auf eine konkrete Maßnahme zurück, die mir auch in anderen Lebenssituationen immer wieder hilft. Voller Fokus auf den nächsten konkreten, kleinen Schritt und der Rest wird komplett ausgeblendet.

Zwischen Kilometer 22-30 habe ich über eine Stunde nur meine nächsten zwei Schritte gezählt: "Eins. Zwei. Eins. Zwei. Eins. Zwei." Schneller als ich schauen konnte war die schlimmste Phase überstanden. 

#4 READY FOR THE WIN

Kilometer 30 war der entscheidende Wendepunkt. Körperlich am Ende, aber dann...Ich komme um eine Ecke und sehe das Stadion in der Stadt. Es ist noch weit weg, aber nur das Ziel vor Augen zu haben ändert alles für mich.

Mein Körper und Geist erkennt endlich wieder, dass ich dem Ziel tatsächlich näher komme und schüttet direkt Dopamin aus. Ich bin wieder motiviert und finde neue Energiereserven. 

Das zeigt mir wieder wie wichtig es ist ein konkretes Ziel wirklich vor Augen zu haben! 

#5 READY TOGETHER

Vermutlich das größte Learning. Alleine wäre es nahezu unmöglich gewesen. Ich hatte zwei sehr erfahrene Läufer an meiner Seite. Riad und Marc. Beide über 40 und mehrfache Ironman Finisher. Später kam noch Martin (Ende 50), den ich während dem Lauf kennengelernt habe.

Immer wieder haben sie mich motiviert: "Du bist hier der einzige Läufer, der diesen Run als ersten Marathon wählt. Bald hast du es geschafft!" Ihre Pace hat mich mitgerissen und ihre Erfahrung hat mir geholfen strategisch richtig vorzugehen. 

Aber vor allem macht es gemeinsam mehr Spaß! Man geht gemeinsam durch Höhen und Tiefen. Geteiltes Leid und doppelte Freude! 

Diese drei Männer sind wahre Vorbilder für mich. Sie zeigen mir, dass man sportliche Höchstleistungen unabhängig vom Alter bringen kann, wenn man den Sport weiter zu einem zentralen Element im Leben macht. 

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#readytogether

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